Im Schulzentrum am Stern haben wir uns bei der Planung für das neue Schuljahr unter Pandemie-Bedingungen sowohl an den Vorgaben des Bildungsministeriums als auch an den Empfehlungen1 der von der Friedrich-Ebert-Stiftung eingesetzten Expert_innenkommission orientiert.

So wollen wir einerseits größtmögliche Sicherheit zum Lernen und Arbeiten in der Schule schaffen und andererseits im Falle von auftretenden Infektionen nur für einen möglichst kleinen Teil der Schülerschaft den Präsenzunterricht unterbrechen und dann ohne große Verzögerung zum Fernunterricht wechseln.

Deswegen gehen wir von drei Szenarien aus:

  1. Regelbetrieb (Präsenzunterricht – kein Abstand S-S und L-S, Abstand L-L)
  2. Mischung aus Präsenz- und Fernunterricht
  3. Fernunterricht für die gesamte Schule

Regelbetrieb meint dabei: 1. quantitativ die planmäßige Organisation von Präsenzunterricht für alle Jahrgangsstufen entsprechend Stundentafel sowie bestimmte Zusatzunterrichtsangebote und einen auf Präsenzunterricht abgestimmten Plan für Distanzlernen uns 2. qualitativ die Sicherung der Fachlichkeit nach Maßgabe der personellen Gegebenheiten an den Schulen

Wir alle haben gesehen, dass die Einschränkung von Präsenzunterricht bedeutet, dass auf viele Familien große Herausforderungen zukommen und z.B. die Erwerbstätigkeit stark eingeschränkt wird. Deswegen ist es uns wichtig, den Schulbetrieb so zu organisieren, dass ggf. notwendige Einschränkungen im Präsenzunterricht so gering wie möglich ausfallen.

Dafür haben wir mehrere Lerngruppen zu erweiterten Lerngruppen zusammengefasst. Diese erweiterten Lerngruppen sind durch Hygienemaßnahmen voneinander getrennt: die Grundschule, die Dörfer in der Sekundarstufe I (zwei Lerngruppen 7/8 und eine Lerngruppe 9) und jeweils die Jahrgänge 11, 12 und 13 in der Sekundarstufe II.

Schon mit Beginn des Schuljahres im Präsenzunterricht etablieren wir Strukturen, die im Falle eines notwendigen Übergangs zum Fernunterricht für erweiterte Lerngruppen oder die gesamte Schule das Lernen und die soziale Begleitung unterstützen. Damit wollen wir insbesondere Schwierigkeiten begegnen, die dadurch entstehen, dass einzelne Schüler_innen besondere Begleitung bei der Erledigung der Aufgaben brauchen, nicht gut erreichbar sind oder technische Schwierigkeiten haben.

Diese pädagogischen Maßnahmen gelten für uns abhängig von der Altersstufe:

  • Wir dokumentieren Arbeitsaufträge so, dass wir schnell in den Fernunterricht wechseln können. Dies soll einheitlich für alle Lerngruppen (einer Schulstufe) an einem Ort in der Cloud geschehen (z.B. Wochenplan, den alle Lehrer_innen einer Lerngruppe gemeinsam befüllen).
  • Wir zeigen und üben mit den Schüler_innen die Arbeit mit Online-Anwendungen, z.B. das Versenden und Abrufen von Mails mit einer eigenen Mailadresse, die Arbeit mit der Schul-Cloud Brandenburg als Lernmanagementsystem und für Videokonferenzen.
  • In den Lerngruppen sollen Kleingruppen oder Tandems unter den Schüler_innen installiert werden, die sich beim Lernen gegenseitig unterstützen. Die Arbeit in diesen Gruppen wird z.B. im Projektunterricht während der Präsenzphase eingeübt.
  • Partner- und Gruppenarbeiten sollen gestärkt und intensiviert werden. Sie werden im Präsenzunterricht eingeübt und für den Fall des Fernunterrichts über digitale Tools fortgesetzt und genutzt, um soziale Beziehungen und Lernen in komplexen Zusammenhängen zu fördern. In direkten Gesprächssituationen nutzen die Schüler_innen Mund-Nase-Bedeckungen.

Hygienemaßnahmen

  • Allgemeine Maßnahmen wie Abstand halten (außerhalb der erweiterten Lerngruppen), Händewaschen, Lüften usw.
  • Unterricht findet in den Lerngruppen bzw. erweiterten Lerngruppen statt. Wenn dieses nicht möglich ist, wird ein Raum gewählt, in dem der Abstand von 1,5m möglich ist.
  • In die Pausen gehen die erweiterten Lerngruppen zeitversetzt und bleiben unter sich in festgelegten Pausenbereichen. Sie gehen gemeinsam essen und sind räumlich sowie zeitlich beim Eintreten und Verlassen der Mensa von den anderen Lerngruppen getrennt. Für die Ausgabe und Geschirrrückgabe werden entsprechende Hygienemaßnahme beachtet, das Händewaschen ist vor dem Essen verpflichtend.
  • Wir achten darauf, dass sich die Schüler_innen der Grundschule, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II im Schulalltag nicht miteinander mischen.
  • Die Maßnahmen für die Grundschule sind mit dem Hort abgestimmt.
  • Wo außerhalb der erweiterten Lerngruppen der Abstand von 1,5m nicht eingehalten werden kann, sind Mund-Nasen-Bedeckungen verpflichtend zu tragen.
  • Sollten Unterrichtsmittel (z.B. Laptops) weitergegeben werden, so werden diese desinfiziert.
  • Reduzierung der direkten Kontakte mit Eltern und Außenstehenden auf das Notwendige, Anmeldung im Sekretariat, Dokumentation der Kontakte.
  • Bei COVID-19 typischen Krankheitszeichen müssen betroffene Personen der Schule fernbleiben.

Im Falle von Fernunterricht

  • Hat jede_r Schüler_in eine feste Ansprechperson im Kollegium.
  • Gibt es regelmäßig direkte Kontaktmöglichkeiten für die Eltern (Sprechzeiten, Elternabende als Videokonferenz).
  • Gibt es weiterhin Beratungsangebote durch Frau Gückel, unsere Schulsozialarbeiterin.
  • Nutzen wir Videokonferenzen und ein Lernmanagementsystem (über die Schul-Cloud Brandenburg vom HPI).

Mit diesen Maßnahmen wollen wir die Voraussetzungen schaffen, dass der Schulbetrieb so weitgehend wie möglich normal aufrecht erhalten werden kann. Dazu sind wir auf die Mithilfe aller Mitglieder der Schulgemeinschaft angewiesen.

1Schule in Zeiten der Pandemie. Empfehlungen für die Gestaltung des Schuljahres 2020/21. http://library.fes.de/pdf-files/studienfoerderung/16228.pdf

Schulbetrieb nach den Sommerferien 2020
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