Organisation des Unterrichts – so sieht eine typische Woche aus

Wir unterrichten nicht abweichend von den Vorgaben des Bildungsministeriums, sondern realisieren diese so, dass unsere Ziele Freiarbeit, Projektorientierung und individuelle Begleitung des Lernens verwirklicht werden können. So gehen die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer (Lebenskunde-Ethik-Religion, Geschichte, Politische Bildung, Geografie) und Wirtschaft-Arbeit-Technik im Thementag an den Freitagen auf und finden sich in unterschiedlicher Ausprägung in den Projektthemen wieder. Auch die Naturwissenschaften Biologie, Chemie und Physik werden in 7/8 als Lernbereich Naturwissenschaften unterrichtet und in 9/10 epochal bzw. fächerverbindend. Für den Doppeljahrgang 7/8 gibt es mindestens zweimal im Jahr „Nuthewochen“, an denen die Schüler*innen auf unserem Grundstück an der Nuthe lernen, arbeiten, bauen.

Dieser Ansatz baut auf dem Prinzip auf, dass Forscherdrang und sinnvoll vernetztes Wissen dann entsteht, wenn Themen in Fächer zerstückelt sind, sondern große Zusammenhänge entdeckt werden können:

„Einzelheiten lehren bedeutet Verwirrung stiften. Die Beziehung unter den Dingen herstellen bedeutet Erkenntnisse vermitteln.“

(Maria Montessori)
Ein Stundenplan im Jahrgang 7/8

Lernbüroblöcke gibt es viermal in der Woche. Für die Lerngruppen der 7/8 startet die Woche mit einem Block Lernberatung. Die Freitage sind Thementage. Im Wahlpflichtunterricht können die Schüler*innen wählen zwischen Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT), Französisch, Forschen und Darstellendem Spiel. Diese Kurse wählen sie für vier Jahre. Im Jahrgang 9 kommt noch Schwerpunktunterricht dazu, entweder mit Spanisch als weiterer Fremdsprache oder Studium generale. Letzteres umfasst Kurse zu verschiedenen Themen – von „Geld“ bis „Framing in der Sprache“.

Als Ganztagsschule beginnt der Tag mit einem offenen Beginn ab 8:00 Uhr. Ab 8:30 Uhr bis 15 Uhr (mittwochs bis 14:15 Uhr) findet Unterricht statt. In der Mittagspause (11:50-12:40 Uhr) kann in der Mensa gegessen werden. Wir wollen Ganztagsangebote in Form von AGs, Intensivförderung, z.B. Lese-Rechtschreib-Training, integrieren.

Wir sind eine hausaufgabenfreie Schule. Das bedeutet, dass Schüler*innen keine Aufgaben zur Bearbeitung mit nach Hause nehmen müssen. Unser Ansatz ist es, selbstständiges Lernen mit individuellen Lernwegen zu initiieren – dazu passt das übliche Konzept der Hausaufgaben nicht. Wir ermutigen Kinder und Jugendliche dazu, an den Nachmittagen eigene Interessen und Hobbys zu verfolgen und sich aus Eigenmotivation Inhalte zu erarbeiten. Die Lehrkräfte als Lernbegleiter unterstützen die Schüler*innen auf diesem Weg und besprechen individuelle Inhalte, die eine sinnvolle Tätigkeit zu Hause darstellen.

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