Informationen zur Bewertung in der Oberstufe

Auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Bewertung in der Oberstufe liegt uns der nachfolgende pädagogische Leistungsbegriff  zugrunde, wonach u.a.:

  • Leistung eine vertrauensvolle Beziehung zwischen allen Beteiligten voraussetzt,
  • Leistung kreativ, kognitiv und handlungsorientierten geartet sein und sich in Prozess- und Produktleistungen sowie in Reproduktions-, Reorganisations- und Transferleistungen zeigen kann,
  • Leistung vielfach in kooperativen Arbeitsformen vollzogen wird,
  • Leistung zugleich ein individueller Prozess ist, der idealerweise differenziert angeregt wird,
  • die Verantwortung für die Leistungserbringung beim Lernenden selbst liegt und folglich
  • Leistungsbewertung nur durch die Vereinbarungen von Kriterien transparent werden kann.

Die Gymnasiale Oberstufenverordnung gibt uns schönerweise diesen Spielraum und wir konnten die folgenden Grundsätze für uns vereinbaren:

Grundsätze der Leistungsbewertung in der Oberstufe

  • Es werden pro Semester:
    • in den Grundkursen drei bis vier Semesternoten vergeben.
    • in den Leistungskursen vier bis fünf Semesternoten vergeben.
  • Die Klausurnote ist dabei eine dieser Noten und geht stets zu einem Drittel in die Gesamtwertung ein.
  • Die weiteren Noten ergeben sich aus den im Kurs besprochenen Bewertungssituationen.
    Die Gewichtung der Noten erfolgt i.d.R. in Abhängigkeit vom jeweiligen Anforderungsniveau bzw. den im Vorfeld vereinbarten transparenten Kriterien.
  • Die Bewertungssituationen decken, je nach Möglichkeiten eines Kurses, die folgenden Bereiche (wobei auch eine Bewertungssituation zeitgleich mehrere Bereiche abdecken kann):
    • fachlich-inhaltlich (z.B. Klausur, Lerntagebuch),
    • sozial-kommunikativ (z.B. Kolloquium, Präsentation),
    • handwerklich-praktisch (z.B. Modellbau, interaktive Lernkarten).
  • Mindestens eine der Noten ist das Ergebnis eines Lernprojekts. Der Abgabetermin für das Lernprojekt wird circa drei Schulwochen vorab im Kurs vereinbart.
  • Mindestens eine Prüfungssituation ist das Ergebnis einer Gruppenarbeit. Dabei müssen die individuellen Leistungsanteile den beteiligten Gruppenmitglieder zugeordnet werden können. Die Bewertung kann sich auf das Ergebnis und den Prozess der Gruppenarbeit beziehen. 
  • Eine Semesternote kann sich auch aus mehreren Teilnoten zusammensetzen (z.B. Vokabeltests, Leistungserfassungen in Sport, Dritteltests in Mathematik, etc.).
  • In Fächern aus dem sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld sowie in Sport kann es aufgrund der besonderen Anforderungsformate Abweichungen zu diesen Grundsätzen der Leistungsbewertung geben.

Die Bewertung mit Noten und Punkten in der gymnasialen Oberstufe erfolgt nach folgendem Schlüssel:

Note1+11-2+22-3+33-4+44-5+55-
Punkte151413121110987654321
ab %959085807570656055504540332720

Zur Ermittlung der Abiturnote hilft die hier verlinkte Übersicht.

Und zum Schluss

Die vorrangigen Ziele sind der Erhalt der Freude am Lernen, Forschen und Denken frei von wertenden Blicken sowie die Möglichkeit, sich der eigenen Selbstwirksamkeit, auch in der Gruppe, bewusst zu werden.

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